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	<title>falknerkunst &#187; Falknerei</title>
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	<description>Falknerei, Erlebnisfalknerei, Greifvogeltraining, Naturerlebnis</description>
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		<title>Aufgaben moderner Falknerei: Unterst&#252;tzung von Wissenschaft, Forschung und Lehre</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 09:07:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schmidt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neben der Pflege und Aufzucht verletzter Tiere und dem Schutz der Greifvogelpopulationen geh&#246;rt zur modernen Falknerei noch ein weiteres, sehr breites Feld. N&#228;mlich die Unterst&#252;tzung von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Das Verhalten und die Biologie der Greifv&#246;gel geben unseren Wissenschjaftlern auch heute noch viele Herausforderungen. Sei es die Erforschung des Flugverhaltens oder aber die Messung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben der Pflege und Aufzucht verletzter Tiere und dem Schutz der Greifvogelpopulationen geh&#246;rt zur modernen Falknerei noch ein weiteres, sehr breites Feld. N&#228;mlich die Unterst&#252;tzung von Wissenschaft, Forschung und Lehre.</p>
<p>Das Verhalten und die Biologie der Greifv&#246;gel geben unseren Wissenschjaftlern auch heute noch viele Herausforderungen. Sei es die Erforschung des Flugverhaltens oder aber die Messung von auf die Tiere einwirkenden Kr&#228;ften bis hin zur Verhaltensbiologie im Paarungs-, Brut- oder Zugverhalten.</p>
<p>Hier liegt noch vieles im Unbekannten, was moderne Wissenschaftler ans Tageslicht bringen m&#246;chten.</p>
<p>Dies ist immer wieder ein Ansatzpunkt an dem die Falknerei mit ins Spiel kommt. Denn will man in Forschungsprojekten oder wissenschaftlichen Studien mit den Tieren direkt arbeiten, sind h&#228;uft recht umg&#228;ngliche V&#246;gel n&#246;tig.</p>
<p>Man kann hier h&#228;ufig nur mit falknerisch trainierten Greifen arbeiten. Denn einen Wildvogel wird man kaum Messger&#228;te anlegen k&#246;nnen oder im Windkanal fliegen k&#246;nnen.</p>
<p>Falkner bilden heute immer wieder Greifv&#246;gel aus der Zucht in Menschenhand f&#252;r solche speziellen Aufgaben aus, und f&#252;hren diese Projekte gemeinsam mit Wissenschaftlern durch.</p>
<p>Aber auch die Unterst&#252;tzung in der Lehre ist ein gro&#223;es Feld, welches viele Falkner gerne unterst&#252;tzen. Sei es mit Demonstrationen von Greifgv&#246;geln in Schulen und Kinderg&#228;rten oder Fachvortr&#228;gen f&#252;r interessierte Personenkreise, wie beispielsweise J&#228;ger oder Natursch&#252;tzer.</p>
<p>Falknerei ist auch heute noch eine Handwerkskunst, an welcher man nicht vorbeikommt, will man Nahe mit diesen K&#246;nigen der Luft arbeiten.</p>
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		<title>Einsatzgebiete moderner Falknerei: Schutz der einheimischen Greifvogelpopulation</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 11:04:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Neben der Versorgung kranker Tiere geh&#246;rt nat&#252;rlich ebenso der Schutz und die St&#228;rkung der einheimischen Greifv&#246;gel zum Alltag der modernen Falknerei. Denn auch die existierenden Greifvogelpopulationen von Habicht, Milan,. Adler und co. haben noch existentielle Probleme. Risiko 1: Menschliche Neugier Gerade bei selteneren Arten ist die menschliche Neugier ein Problem f&#252;r Greifv&#246;gel. Denn die menschliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben der Versorgung kranker Tiere geh&#246;rt nat&#252;rlich ebenso der Schutz und die St&#228;rkung der einheimischen Greifv&#246;gel zum Alltag der modernen Falknerei. Denn auch die existierenden Greifvogelpopulationen von Habicht, Milan,. Adler und co. haben noch existentielle Probleme.</p>
<p><strong>Risiko 1: Menschliche Neugier</strong></p>
<p>Gerade bei selteneren Arten ist die menschliche Neugier ein Problem f&#252;r Greifv&#246;gel. Denn die menschliche Neigung alles Ungew&#246;hnliche und Seltene aus der N&#228;he sehen zu wollen, f&#252;hrt bei br&#252;tenden Greifv&#246;geln zu St&#246;rungen im Brutablauf.</p>
<p>Die br&#252;tenden V&#246;gel f&#252;hlen sich bedroht, bekommen Angst und verlassen zum Eigenschutz vor der Gefahr den Horst. In dieser Zeit werden Eier nicht bebr&#252;tet und k&#252;hlen ab. Bei zu h&#228;ufigem Abk&#252;hlen kann dies dazu f&#252;hren, dass die Brut nicht zum Schlupf kommt, und so der Nachwuchs ausbleibt. Letzteres ist nat&#252;rlich f&#252;r den Erhalt einer gesunden Population extrem nachteilig.<span id="more-174"></span></p>
<p>Vielerorts haben sich deshalb Falkner mit anderen Naturschutzorganisationen, -vereinen und -aktionen zusammengeschlossen und betreiben Horstbewachung und -beobachtung. Dabei wird eine Schutzzone um den Horst gebildet und darauf geachtet, dass diese Seitens anderer Menschen nicht betreten wird und somit eine erfolgreiche Nachzucht zum ausfliegen kommt.</p>
<p>In Bayern wird dies beispielsweise recht intensiv und erfolgreich bei sich wiederansiedelnden Seeadlern gemacht.</p>
<p><strong>Risiko 2: M&#252;ll und Chemie</strong></p>
<p>Der Mensch macht M&#252;ll und setzt an vielen Ecken chemische Mittel zu seinem vermeindlichen Vorteil ein. Aber auch hier treten oft schwere Sch&#228;den in der Natur auf.</p>
<p>Im letzten Jahrhundert hat der Einsatz von DDT als Pflanzenschutzmittel beispielsweise fast zur Ausrottung vieler einheimischer Greifvogelarten, allen voran des Wanderfalken, gef&#252;hrt. Erst nach einem Verbot dieses Mittels konnten sich die Populationen langsam wieder erholen.</p>
<p>Neben dem Einsatz von Chemie ist auch M&#252;ll ein Problem. Einige Greifvogelarten, vor allem hier die Milane, polstern ihre Horste sehr gerne mit allerlei Stoffen aus. Dabei nehmen diese Tiere in der Tat alles, was rumliegt. Wird nun jedoch zuviel Kunststoff und &#228;hnliches als Unterlage im Horst verwendet, f&#252;hrt dies dazu, dass Regenwasser sich auf dieser wasserundurchl&#228;ssigen Bodenschicht sammelt und nicht mehr abflie&#223;t. Die Eier liegen somit im Wasser, und k&#246;nnen nicht ausreichend bebr&#252;tet werden, da sie dauerhaft zu gro&#223;er Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Die Jungv&#246;gel ertrinken quasi im Ei.</p>
<p>Auch hier sind Falkner mit anderen Natursch&#252;tzern gemeinsam unterwegs. S&#228;uberungstage unserer W&#228;lder und &#214;ffentlichkeitsarbeit sind hier – neben &#214;ffentlichkeitsarbeit &#8211; die einzig wirksamen Mittel.</p>
<p><strong>Risiko 3: Landwirtschaftliche Nutzung von Brutfl&#228;chen f&#252;r Bodenbr&#252;ter</strong></p>
<p>Unter den Greifv&#246;geln und Eulen gibt es auch einige Bodenbr&#252;ter, wie beispielsweise die Weihen oder die Sumpfohreule. Ein Problem dieser Arten ist die landwirtschaftliche Nutzung ihrer Brutfl&#228;chen.</p>
<p>Eine fr&#252;he Mahd zerst&#246;rt Gelege oder Jungv&#246;gel und gef&#228;hrdet so die Population der einzelnen Tierarten. Deshalb gibt es auch hier Bestrebungen seitens aktiver Falkner diese Fl&#228;chen gemeinsam mit Landwirtschaft und Naturschutz vor dem zu fr&#252;hen M&#228;hen zu sch&#252;tzen.</p>
<p>Ein gro&#223;artiges Projekt ist hier das Wiesenweihenprojekt in Bayern, welches gemeinsam mit Falknern, J&#228;gern, Natursch&#252;tzern, Landwirten und den Beh&#246;rden dazu gef&#252;hrt hat, dass es in Bayern eine der gr&#246;&#223;ten Wiesenweihen Brutareale in Deutschland gibt.</p>
<p><strong>Risiko 4: Aberglaube, Fehlinformation und Ger&#252;chte</strong></p>
<p>Wie bei allen gro&#223;en Beutegreifern gibt es auch um Greifv&#246;gel seit ewigen Zeiten viele Ger&#252;chte, welche zu Aberglaube und Fehlinformation f&#252;hrten. Dies f&#252;hrt zu einer schlechten Meinung in der Bev&#246;lkerung und zu einer schlechten Meinung &#252;ber diese Tiere.</p>
<p>Gerade hier sind Falkner sehr aktiv um mit intensiver &#214;ffentlichkeitsarbeit diese Ger&#252;chte abzubauen und ein realistisches Bild der Greifv&#246;gel und Eulen zu zeigen.</p>
<p>Neben der Information der &#214;ffentlichkeit geh&#246;ren dazu auch Ausbildung unserer J&#228;ger und Natursch&#252;tzer. Denn nur mit fundierten Wahrheiten und Wissen k&#246;nnen auch diese Personenkreise Ihre Aufgaben sinnvoll erledigen.</p>
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		<title>Aufgaben moderner Falknerei: Pflege und Wiederauswilderung verletzter Greifv&#246;gel</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 10:38:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Oft wird Falknern die Frage gestellt, wo denn au&#223;erhalb des Jagdbetriebes Falknerei  noch praktiziert und ben&#246;tigt wird. Die Einsatzgebiete der modernen Falknerei sind jedoch so vielf&#228;ltig, dass die Jagd nur noch ein kleiner Teil des ganzen Themengebietes Falknerei ist. Um viele dieser Fragen zu beantworten, habe ich mich entschlossen, hier eine kleine Artikelserie zu schreiben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oft wird Falknern die Frage gestellt, wo denn au&#223;erhalb des Jagdbetriebes Falknerei  noch praktiziert und ben&#246;tigt wird. Die Einsatzgebiete der modernen Falknerei sind jedoch so vielf&#228;ltig, dass die Jagd nur noch ein kleiner Teil des ganzen Themengebietes Falknerei ist.</p>
<p>Um viele dieser Fragen zu beantworten, habe ich mich entschlossen, hier eine kleine Artikelserie zu schreiben, welche die einzelnen Einsatzgebiete einmal aufzeigt und beschreibt.</p>
<p>Neben der Ausbildung eines Vogels zum Jagdhelfer ist die Pflege und Wiederauswilderung weiter Bereich der modernen Falknerei. Unsere wildlebenden Greifv&#246;gel sind heute vielerlei, durch Menschen verursachten, Gefahren ausgesetzt.</p>
<p>Da die Pflege verletzter Wildtiere nicht mit denen eines Haustieres vergleichbar ist und auch viele Tiermediziner damit &#252;berfordert sind, kommen in diesem Bereich sehr h&#228;ufig Falkner zum Einsatz, welche Experten f&#252;r Anatomie, Verhalten und Lebensweise der Greifv&#246;gel und Eulen sind.</p>
<p>Verletzte Tiere werden gesund gepflegt und anschlie&#223;end mit einem speziellen Training auf eine Wiederauswilderung, und damit das selbst&#228;ndige Leben in freier Natur, vorbereitet.</p>
<p>Erst wenn sichergestellt ist, dass ein Pflegling wieder in der Lage ist selbst&#228;ndig zu Jagen und erfolgreich Beute machen kann, <strong>darf</strong> ein Pflegling wieder ausgewildert werden.</p>
<p>Die Risiken, mit welchen ein wilder Greifvogel heute leben muss, sind enorm &#8211; nachfolgend einmal ein kleiner &#220;berblick, &#252;ber die gr&#246;&#223;ten Unfallrisiken f&#252;r Greifv&#246;gel. <span id="more-161"></span></p>
<p><strong>Risiko1: Greifv&#246;gel und Verkehr</strong></p>
<p>Durch unsere von Stra&#223;en zerschnittenen Landschaften kommt es recht h&#228;ufig zu Kollisionen von Greifv&#246;geln mit Fahrzeugen. Beg&#252;nstigt wird dies auch durch die Tatsache, dass sich viele Greifvogelarten gerne Tiere als Beute sichern, welche zuvor von Auto &#252;berfahren wurden, und dann selbst zum Verkehrsopfer werden.</p>
<p><strong>Risiko 2: Greifv&#246;gel und hohe Z&#228;une und Glasfronten</strong></p>
<p>Hohe Z&#228;une, welche die offene Landschaft durchschneiden beenden Jagdfl&#252;ge oft sehr abrupt, weil der jagende Greif diese oft sehr feinen Z&#228;une nicht mehr wahrnimmt und ungebremst in diese hinein fliegt. Dabei entstehen oftmals sehr schwierige Verletzungen, Fl&#252;gelbr&#252;che oder gar offene Fl&#252;gelverletzungen, die nicht immer heilbar sind.</p>
<p>Ein zweites Risiko in diesem Bereich sind die zunehmenden Glasfronten und Winterg&#228;rten. Glas wird von den meisten V&#246;geln nicht wahrgenommen und nicht allzu selten endet ein Jagdflug an Fensterscheibe oder Balkont&#252;r. Gerade bei kleineren Greifv&#246;geln, welche wir in unseren D&#246;rfern und St&#228;dten haben (wie Turmfalken und Sperber) ist dies eine h&#228;ufige Verletzungsursache. Hier entstehen zumeist Kopfverletzungen.  Im einfachen Fall nur eine leichte Gehirnersch&#252;tterung, im schlimmsten Falle ein Genickbruch.</p>
<p><strong>Risiko 3: Windkraftanlagen und Windr&#228;der</strong></p>
<p>Windkraftanlagen und Windr&#228;der sind sicher &#246;kologisch saubere Energieerzeuger. Aber auch bei dieser Art der Stromerzeugung hat der Mensch einen Tribut an die Natur zu zahlen. Greifv&#246;gel geraten immer wieder in die sich drehenden Rotoren von Windr&#228;dern hinein.</p>
<p>Greifv&#246;gel nehmen das sich drehende Hindernis nicht rechtzeitig als solches wahr und fliegen zwischen den einzelnen Rotorbl&#228;ttern durch. Dabei werden sie von eben diesen leider allzu oft auch getroffen. Viele dieser Verletzungen sind sehr schwer und k&#246;nnen, wenn &#252;berhaupt, nur sehr schwierig behandelt werden.</p>
<p>Untersuchungen des NABU ergaben, dass neben Flederm&#228;usen vor allem Rotmilan und Seeadler Probleme mit diesen Anlagen haben, und es hier h&#228;ufig zu Unf&#228;llen kommt.</p>
<p><strong>Risiko 4: &#220;berlandleitungen, Stromleitungen</strong></p>
<p>Der Stromtod ist bei vielen Greifvogelarten leider immer noch zu beobachten. Gef&#228;hrdet sind die Tiere hier, wenn sie auf den Masten landen und mit Teilen des Gefieders an stromf&#252;hrende Teile kommen, und somit einen Erdschluss herstellen.</p>
<p>Durch eine Umr&#252;stung der Masten mit speziellen Isolatoren k&#246;nnte man hier Seitens der Betreiber Abhilfe schaffen. Obwohl sie mittlerweile gesetzlich verpflichtet sind, alte Anlagen bis 2014 umzur&#252;sten, geht dies jedoch leider nur z&#246;gernd voran, so dass  Stromverletzungen immer noch zum Alltag geh&#246;ren.</p>
<p>Die meisten Stromverletzungen bei Greifv&#246;geln enden t&#246;dlich.</p>
<p>Dies nur einmal ein kleiner &#220;berblick &#252;ber Verletzungs- und Unfallrisiken in der modernen Zeit. Man sieht sehr gut, dass das Spektrum vielf&#228;ltig ist.</p>
<p>Moderne Falknerei und viele Falkner, seien es nun private Falkner, in Auffangstationen oder Falkenh&#246;fen, pflegen jedes Jahr viele dieser Opfer wieder gesund und verhelfen diesen Tieren zum einem weiteren Leben in freier Natur.  Meist wird diese Hilfe kostenlos erledigt, da es weder f&#252;r Privatpersonen noch f&#252;r die meisten Falknereien oder Auffangstationen &#246;ffentliche Zusch&#252;sse gibt.</p>
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		<title>Geschichte der Falknerei</title>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 18:05:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Falknerei ist eine der &#228;ltesten Jagdk&#252;nste. Man versteht unter Falknerei oder der Beizjagd die Jagd mit einem abgetragenen ( sprich trainierten ) Greifvogel auf freilebendes Wild. Die Entstehung dieser Handwerkskunst d&#252;rfte ca. 3500 bis 4000 Jahre zur&#252;ckreichen und in den Steppengebieten Mittelasiens zu suchen sein. Den zu einer Zeit, als noch keine weitreichenden und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Falknerei ist eine der &#228;ltesten Jagdk&#252;nste. Man versteht unter Falknerei oder der Beizjagd die Jagd mit einem abgetragenen ( sprich trainierten ) Greifvogel auf freilebendes Wild. Die Entstehung dieser Handwerkskunst d&#252;rfte ca. 3500 bis 4000 Jahre zur&#252;ckreichen und in den Steppengebieten Mittelasiens zu suchen sein. Den zu einer Zeit, als noch keine weitreichenden und effektiven Jagdwaffen verf&#252;gbar waren, war die Jagd mit dem Greif sicher eine der zweckm&#228;&#223;igsten Arten Wild in dieser Landschaftsform nachzustellen.</p>
<p><span id="more-71"></span></p>
<p>Nach Europa d&#252;rfte die Falknerei etwa im zweiten bis vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung gekommen sein, &#252;berliefert durch die Sarmaten &#8211; ein Zusammenschluss iranischer Reiterv&#246;lker. Jedoch hat diese Jagdart hier im Hochmittelalter Ihre erste Hochbl&#252;te erlebt. Es war Kaiser Friedrich II., welcher der Jagd mit dem Vogel viele neue Impulse gab. So hatte er in Sizilien leichten Zugang zu arabischem Fachwissen. Dies f&#252;hrte auch zur Einf&#252;hrung der Falkenhaube in die europ&#228;ische Falknerei, welche hier bislang unbekannt war. Aber auch durch seine eigenen Beobachtungen hat die Falknerkunst dem Kaiser vieles zu verdanken. Seine Erfahrungen und sein Wissen hielt der wissbegierige Adelsmann in einem der bekanntesten B&#252;cher f&#252;r die Falknerei fest. In seinem Werk &#8220;de arte venandi com avibus&#8221; (&#252;ber die Kunst mit V&#246;geln zu jagen) fasst er sein komplettes Wissen &#252;ber die Arbeit mit Greifv&#246;geln, deren Eigenschaften und Eigenheiten, sowie die damals verwendeten Methoden zum Abtragen und Einjagen zusammen. Auch Pflege und Krankheitsbilder wurden bereits sehr genau beschrieben. Es entstand so bereits im 13. Jahrhundert ein Standartwerk zur Beizjagd und Falknerei, welches in seinen Inhalten und Grundz&#252;gen bis heute nichts an Aktualit&#228;t und Wahrheit verloren hat.</p>
<p>Im Mittelalter war die Beizjagd dem Adel vorbehalten. Sie galt als Macht- und Statussymbol. Ein gro&#223;es Falknerkorps war eine sehr personalintensive und somit auch kostenintensive Angelegenheit. So hatte Karl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach einen Personalstab von 51 Mitarbeitern f&#252;r seinen Falkenhof am Landsitz in Triedorf bei Ansbach.</p>
<p>Mit dem Aufkommen von Schusswaffen, vor allem jedoch der Parforcejagd geriet die Beizjagd in den Hintergrund. Die Adelsh&#228;user betrieben diese Hetzjagd zu Pferd ebenso intensiv wie die Jagd mit dem Vogel zuvor. So kam es, dass in Kontinentaleuropa die Falknerei fast komplett in Vergessenheit geriet. Lediglich in England wurde sie vom Landadel noch weiter betrieben. Auf dem Kontinent erweckte das Interesse f&#252;r diese spannende und sch&#246;ne Jagdart erst Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts wieder. Es waren einige deutsche Vogelkundler und Interessierten, die sich wieder mit der alten Kunst der Falknerei besch&#228;ftigten. Diese Bem&#252;hungen m&#252;ndeten in der Gr&#252;ndung des &#8220;Deutschen Falkenordens&#8221;, mittlerweile einer der gr&#246;&#223;ten und &#228;ltesten Falknerverb&#228;nde weltweit.</p>
<p>In der modernen Falknerei geht es jedoch nicht mehr ausschlie&#223;lich um die Jagd. Heute k&#252;mmern sich Falkner um viele weitere Dinge. Denn Bereiche wie Greifvogelschutz, Greifvogelzucht sowie Pflege verletzter Tiere geh&#246;ren ebenso zum modernen Bild der Falknerei, wie &#214;ffentlichkeitsarbeit um das Verst&#228;ndnis und Interesse &#252;ber die Greifv&#246;gel im der Bev&#246;lkerung zu wecken, und die &#252;ber Jahrhunderte entstandene M&#228;rchen und Ger&#252;chte zu Greifv&#246;geln in ein realistisches Licht zu stellen.</p>
<p>Viele Falkner bieten Veranstaltungen und Seminare an, machen effektive &#214;ffentlichkeitsarbeit in der Form von Greifvogelschauen oder Kinder- und Jugendarbeit. Somit geh&#246;rt zur aktuellen Falknerei deutlich mehr als die reine Jagd mit dem Vogel &#8211; auch wenn die Beizjagd nat&#252;rlich noch betrieben wird und Ursprung ist.</p>
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