Aufgaben moderner Falknerei: Unterstützung von Wissenschaft, Forschung und Lehre
Neben der Pflege und Aufzucht verletzter Tiere und dem Schutz der Greifvogelpopulationen gehört zur modernen Falknerei noch ein weiteres, sehr breites Feld. Nämlich die Unterstützung von Wissenschaft, Forschung und Lehre.
Das Verhalten und die Biologie der Greifvögel geben unseren Wissenschjaftlern auch heute noch viele Herausforderungen. Sei es die Erforschung des Flugverhaltens oder aber die Messung von auf die Tiere einwirkenden Kräften bis hin zur Verhaltensbiologie im Paarungs-, Brut- oder Zugverhalten.
Hier liegt noch vieles im Unbekannten, was moderne Wissenschaftler ans Tageslicht bringen möchten.
Dies ist immer wieder ein Ansatzpunkt an dem die Falknerei mit ins Spiel kommt. Denn will man in Forschungsprojekten oder wissenschaftlichen Studien mit den Tieren direkt arbeiten, sind häuft recht umgängliche Vögel nötig.
Man kann hier häufig nur mit falknerisch trainierten Greifen arbeiten. Denn einen Wildvogel wird man kaum Messgeräte anlegen können oder im Windkanal fliegen können.
Falkner bilden heute immer wieder Greifvögel aus der Zucht in Menschenhand für solche speziellen Aufgaben aus, und führen diese Projekte gemeinsam mit Wissenschaftlern durch.
Aber auch die Unterstützung in der Lehre ist ein großes Feld, welches viele Falkner gerne unterstützen. Sei es mit Demonstrationen von Greifgvögeln in Schulen und Kindergärten oder Fachvorträgen für interessierte Personenkreise, wie beispielsweise Jäger oder Naturschützer.
Falknerei ist auch heute noch eine Handwerkskunst, an welcher man nicht vorbeikommt, will man Nahe mit diesen Königen der Luft arbeiten.


