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	<title>falknerkunst &#187; Nestbewachung</title>
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	<description>Falknerei, Erlebnisfalknerei, Greifvogeltraining, Naturerlebnis</description>
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		<title>Einsatzgebiete moderner Falknerei: Schutz der einheimischen Greifvogelpopulation</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 11:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schmidt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neben der Versorgung kranker Tiere geh&#246;rt nat&#252;rlich ebenso der Schutz und die St&#228;rkung der einheimischen Greifv&#246;gel zum Alltag der modernen Falknerei. Denn auch die existierenden Greifvogelpopulationen von Habicht, Milan,. Adler und co. haben noch existentielle Probleme. Risiko 1: Menschliche Neugier Gerade bei selteneren Arten ist die menschliche Neugier ein Problem f&#252;r Greifv&#246;gel. Denn die menschliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben der Versorgung kranker Tiere geh&#246;rt nat&#252;rlich ebenso der Schutz und die St&#228;rkung der einheimischen Greifv&#246;gel zum Alltag der modernen Falknerei. Denn auch die existierenden Greifvogelpopulationen von Habicht, Milan,. Adler und co. haben noch existentielle Probleme.</p>
<p><strong>Risiko 1: Menschliche Neugier</strong></p>
<p>Gerade bei selteneren Arten ist die menschliche Neugier ein Problem f&#252;r Greifv&#246;gel. Denn die menschliche Neigung alles Ungew&#246;hnliche und Seltene aus der N&#228;he sehen zu wollen, f&#252;hrt bei br&#252;tenden Greifv&#246;geln zu St&#246;rungen im Brutablauf.</p>
<p>Die br&#252;tenden V&#246;gel f&#252;hlen sich bedroht, bekommen Angst und verlassen zum Eigenschutz vor der Gefahr den Horst. In dieser Zeit werden Eier nicht bebr&#252;tet und k&#252;hlen ab. Bei zu h&#228;ufigem Abk&#252;hlen kann dies dazu f&#252;hren, dass die Brut nicht zum Schlupf kommt, und so der Nachwuchs ausbleibt. Letzteres ist nat&#252;rlich f&#252;r den Erhalt einer gesunden Population extrem nachteilig.<span id="more-174"></span></p>
<p>Vielerorts haben sich deshalb Falkner mit anderen Naturschutzorganisationen, -vereinen und -aktionen zusammengeschlossen und betreiben Horstbewachung und -beobachtung. Dabei wird eine Schutzzone um den Horst gebildet und darauf geachtet, dass diese Seitens anderer Menschen nicht betreten wird und somit eine erfolgreiche Nachzucht zum ausfliegen kommt.</p>
<p>In Bayern wird dies beispielsweise recht intensiv und erfolgreich bei sich wiederansiedelnden Seeadlern gemacht.</p>
<p><strong>Risiko 2: M&#252;ll und Chemie</strong></p>
<p>Der Mensch macht M&#252;ll und setzt an vielen Ecken chemische Mittel zu seinem vermeindlichen Vorteil ein. Aber auch hier treten oft schwere Sch&#228;den in der Natur auf.</p>
<p>Im letzten Jahrhundert hat der Einsatz von DDT als Pflanzenschutzmittel beispielsweise fast zur Ausrottung vieler einheimischer Greifvogelarten, allen voran des Wanderfalken, gef&#252;hrt. Erst nach einem Verbot dieses Mittels konnten sich die Populationen langsam wieder erholen.</p>
<p>Neben dem Einsatz von Chemie ist auch M&#252;ll ein Problem. Einige Greifvogelarten, vor allem hier die Milane, polstern ihre Horste sehr gerne mit allerlei Stoffen aus. Dabei nehmen diese Tiere in der Tat alles, was rumliegt. Wird nun jedoch zuviel Kunststoff und &#228;hnliches als Unterlage im Horst verwendet, f&#252;hrt dies dazu, dass Regenwasser sich auf dieser wasserundurchl&#228;ssigen Bodenschicht sammelt und nicht mehr abflie&#223;t. Die Eier liegen somit im Wasser, und k&#246;nnen nicht ausreichend bebr&#252;tet werden, da sie dauerhaft zu gro&#223;er Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Die Jungv&#246;gel ertrinken quasi im Ei.</p>
<p>Auch hier sind Falkner mit anderen Natursch&#252;tzern gemeinsam unterwegs. S&#228;uberungstage unserer W&#228;lder und &#214;ffentlichkeitsarbeit sind hier – neben &#214;ffentlichkeitsarbeit &#8211; die einzig wirksamen Mittel.</p>
<p><strong>Risiko 3: Landwirtschaftliche Nutzung von Brutfl&#228;chen f&#252;r Bodenbr&#252;ter</strong></p>
<p>Unter den Greifv&#246;geln und Eulen gibt es auch einige Bodenbr&#252;ter, wie beispielsweise die Weihen oder die Sumpfohreule. Ein Problem dieser Arten ist die landwirtschaftliche Nutzung ihrer Brutfl&#228;chen.</p>
<p>Eine fr&#252;he Mahd zerst&#246;rt Gelege oder Jungv&#246;gel und gef&#228;hrdet so die Population der einzelnen Tierarten. Deshalb gibt es auch hier Bestrebungen seitens aktiver Falkner diese Fl&#228;chen gemeinsam mit Landwirtschaft und Naturschutz vor dem zu fr&#252;hen M&#228;hen zu sch&#252;tzen.</p>
<p>Ein gro&#223;artiges Projekt ist hier das Wiesenweihenprojekt in Bayern, welches gemeinsam mit Falknern, J&#228;gern, Natursch&#252;tzern, Landwirten und den Beh&#246;rden dazu gef&#252;hrt hat, dass es in Bayern eine der gr&#246;&#223;ten Wiesenweihen Brutareale in Deutschland gibt.</p>
<p><strong>Risiko 4: Aberglaube, Fehlinformation und Ger&#252;chte</strong></p>
<p>Wie bei allen gro&#223;en Beutegreifern gibt es auch um Greifv&#246;gel seit ewigen Zeiten viele Ger&#252;chte, welche zu Aberglaube und Fehlinformation f&#252;hrten. Dies f&#252;hrt zu einer schlechten Meinung in der Bev&#246;lkerung und zu einer schlechten Meinung &#252;ber diese Tiere.</p>
<p>Gerade hier sind Falkner sehr aktiv um mit intensiver &#214;ffentlichkeitsarbeit diese Ger&#252;chte abzubauen und ein realistisches Bild der Greifv&#246;gel und Eulen zu zeigen.</p>
<p>Neben der Information der &#214;ffentlichkeit geh&#246;ren dazu auch Ausbildung unserer J&#228;ger und Natursch&#252;tzer. Denn nur mit fundierten Wahrheiten und Wissen k&#246;nnen auch diese Personenkreise Ihre Aufgaben sinnvoll erledigen.</p>
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