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	<title>falknerkunst &#187; Geschichte</title>
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	<description>Falknerei, Erlebnisfalknerei, Greifvogeltraining, Naturerlebnis</description>
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		<title>Geschichte der Falknerei</title>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 18:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schmidt</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Falknerei ist eine der &#228;ltesten Jagdk&#252;nste. Man versteht unter Falknerei oder der Beizjagd die Jagd mit einem abgetragenen ( sprich trainierten ) Greifvogel auf freilebendes Wild. Die Entstehung dieser Handwerkskunst d&#252;rfte ca. 3500 bis 4000 Jahre zur&#252;ckreichen und in den Steppengebieten Mittelasiens zu suchen sein. Den zu einer Zeit, als noch keine weitreichenden und effektiven Jagdwaffen verf&#252;gbar waren, war die Jagd mit dem Greif sicher eine der zweckm&#228;&#223;igsten Arten Wild in dieser Landschaftsform nachzustellen.</p>
<p><span id="more-71"></span></p>
<p>Nach Europa d&#252;rfte die Falknerei etwa im zweiten bis vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung gekommen sein, &#252;berliefert durch die Sarmaten &#8211; ein Zusammenschluss iranischer Reiterv&#246;lker. Jedoch hat diese Jagdart hier im Hochmittelalter Ihre erste Hochbl&#252;te erlebt. Es war Kaiser Friedrich II., welcher der Jagd mit dem Vogel viele neue Impulse gab. So hatte er in Sizilien leichten Zugang zu arabischem Fachwissen. Dies f&#252;hrte auch zur Einf&#252;hrung der Falkenhaube in die europ&#228;ische Falknerei, welche hier bislang unbekannt war. Aber auch durch seine eigenen Beobachtungen hat die Falknerkunst dem Kaiser vieles zu verdanken. Seine Erfahrungen und sein Wissen hielt der wissbegierige Adelsmann in einem der bekanntesten B&#252;cher f&#252;r die Falknerei fest. In seinem Werk &#8220;de arte venandi com avibus&#8221; (&#252;ber die Kunst mit V&#246;geln zu jagen) fasst er sein komplettes Wissen &#252;ber die Arbeit mit Greifv&#246;geln, deren Eigenschaften und Eigenheiten, sowie die damals verwendeten Methoden zum Abtragen und Einjagen zusammen. Auch Pflege und Krankheitsbilder wurden bereits sehr genau beschrieben. Es entstand so bereits im 13. Jahrhundert ein Standartwerk zur Beizjagd und Falknerei, welches in seinen Inhalten und Grundz&#252;gen bis heute nichts an Aktualit&#228;t und Wahrheit verloren hat.</p>
<p>Im Mittelalter war die Beizjagd dem Adel vorbehalten. Sie galt als Macht- und Statussymbol. Ein gro&#223;es Falknerkorps war eine sehr personalintensive und somit auch kostenintensive Angelegenheit. So hatte Karl Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach einen Personalstab von 51 Mitarbeitern f&#252;r seinen Falkenhof am Landsitz in Triedorf bei Ansbach.</p>
<p>Mit dem Aufkommen von Schusswaffen, vor allem jedoch der Parforcejagd geriet die Beizjagd in den Hintergrund. Die Adelsh&#228;user betrieben diese Hetzjagd zu Pferd ebenso intensiv wie die Jagd mit dem Vogel zuvor. So kam es, dass in Kontinentaleuropa die Falknerei fast komplett in Vergessenheit geriet. Lediglich in England wurde sie vom Landadel noch weiter betrieben. Auf dem Kontinent erweckte das Interesse f&#252;r diese spannende und sch&#246;ne Jagdart erst Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts wieder. Es waren einige deutsche Vogelkundler und Interessierten, die sich wieder mit der alten Kunst der Falknerei besch&#228;ftigten. Diese Bem&#252;hungen m&#252;ndeten in der Gr&#252;ndung des &#8220;Deutschen Falkenordens&#8221;, mittlerweile einer der gr&#246;&#223;ten und &#228;ltesten Falknerverb&#228;nde weltweit.</p>
<p>In der modernen Falknerei geht es jedoch nicht mehr ausschlie&#223;lich um die Jagd. Heute k&#252;mmern sich Falkner um viele weitere Dinge. Denn Bereiche wie Greifvogelschutz, Greifvogelzucht sowie Pflege verletzter Tiere geh&#246;ren ebenso zum modernen Bild der Falknerei, wie &#214;ffentlichkeitsarbeit um das Verst&#228;ndnis und Interesse &#252;ber die Greifv&#246;gel im der Bev&#246;lkerung zu wecken, und die &#252;ber Jahrhunderte entstandene M&#228;rchen und Ger&#252;chte zu Greifv&#246;geln in ein realistisches Licht zu stellen.</p>
<p>Viele Falkner bieten Veranstaltungen und Seminare an, machen effektive &#214;ffentlichkeitsarbeit in der Form von Greifvogelschauen oder Kinder- und Jugendarbeit. Somit geh&#246;rt zur aktuellen Falknerei deutlich mehr als die reine Jagd mit dem Vogel &#8211; auch wenn die Beizjagd nat&#252;rlich noch betrieben wird und Ursprung ist.</p>
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