Aufgaben moderner Falknerei: Unterstützung von Wissenschaft, Forschung und Lehre

April 17, 2010 · Posted in Blog, Falknerei | Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen · Comment 

Neben der Pflege und Aufzucht verletzter Tiere und dem Schutz der Greifvogelpopulationen gehört zur modernen Falknerei noch ein weiteres, sehr breites Feld. Nämlich die Unterstützung von Wissenschaft, Forschung und Lehre.

Das Verhalten und die Biologie der Greifvögel geben unseren Wissenschjaftlern auch heute noch viele Herausforderungen. Sei es die Erforschung des Flugverhaltens oder aber die Messung von auf die Tiere einwirkenden Kräften bis hin zur Verhaltensbiologie im Paarungs-, Brut- oder Zugverhalten.

Hier liegt noch vieles im Unbekannten, was moderne Wissenschaftler ans Tageslicht bringen möchten.

Dies ist immer wieder ein Ansatzpunkt an dem die Falknerei mit ins Spiel kommt. Denn will man in Forschungsprojekten oder wissenschaftlichen Studien mit den Tieren direkt arbeiten, sind häuft recht umgängliche Vögel nötig.

Man kann hier häufig nur mit falknerisch trainierten Greifen arbeiten. Denn einen Wildvogel wird man kaum Messgeräte anlegen können oder im Windkanal fliegen können.

Falkner bilden heute immer wieder Greifvögel aus der Zucht in Menschenhand für solche speziellen Aufgaben aus, und führen diese Projekte gemeinsam mit Wissenschaftlern durch.

Aber auch die Unterstützung in der Lehre ist ein großes Feld, welches viele Falkner gerne unterstützen. Sei es mit Demonstrationen von Greifgvögeln in Schulen und Kindergärten oder Fachvorträgen für interessierte Personenkreise, wie beispielsweise Jäger oder Naturschützer.

Falknerei ist auch heute noch eine Handwerkskunst, an welcher man nicht vorbeikommt, will man Nahe mit diesen Königen der Luft arbeiten.

Monitoring des Rotfußfalken-Zuges

Februar 4, 2010 · Posted in Blog | Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen · Comment 

In Ungarn wurde ein neues Monitoring Projekt mit Rotfußfalken ins Leben gerufen. Es geht dabei um die Erforschung des Zugverhaltens, des Zugweges und der Überwinterungsgebiete dieser kleinen Falkenart.

Zum Monitoring wurde einigen Rotfußfalken Sender monitiert. Zum Einsatz kamen die derzeit kleinsten verfügbaren Sender, welche gerade einmal 5 Gramm wiegen. Damit ist diese Zusatzausrüstung für die 130-200 Gramm leichten Vögel auch kein Problem.

Mittlerweile gibt es sogar die ersten Ergebnisse. Das schnellste Weibchen hat gerade einmal 16 Tage benötigt um bis hinter die Sahara zu kommen. Dabei wurde Mittelmeer und Sahara in nur drei Tagen gequert. Hier flog der Vogel Tag und Nacht.

Man verspricht sich von diesem Projekt mehr Informationen über das noch sehr unerforschte Verhalten dieser kleinen Falkenart, welche zur Besonderheit hat, dass sie unterschiedliche Zugwege zum Zug in und aus dem Winterquartier haben. Man spricht von ‘Kreisziehern’ . In Deutschland gehört der Rotfußfalke zu den einheimischen Falkenarten und ist vor allem im Frühjahr auf dem Zug in seine Brutgebiete im östlichen Europa zu sehen.

Weitere Infos zum Monitoring-Projekt (engl.) : http://www.falcoproject.hu/en/content/show